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Herzlich willkommen
zum Landesmissionsfest

am 16. und 17. Juni 2018
in Bad Urach.
Freuen Sie sich auf ein
abwechslungsreiches
und breit gefächertes
Programm.

Festgottesdienst
Mit Landesbischof Frank Otfried July und Bischof Lupaa (Tansania)
Musikalische Gestaltung: Posaunenchor Bad Urach und Projektchor

Podiumsdiskussionen
Teilnehmer u. a. Yassir Eric, EIMI Korntal und Cacau (angefragt)

Internationale Gäste
Aus Afrika, aus Südamerika, aus Portugal, aus Albanien, aus ...

Missionsmarkt
Mit Ständen vieler Missionsgesellschaften und Gemeinden.
Zum Beispiel: Afrikanischer Markt, OM, CFI, DMG

Kindermissionsfest
Spielstraße mit Christoph Noll

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Grußwort des Landesbischofs

Herzliche Einladung zum Landesmissionsfest 2018


Porträt


Beschenkt
Das Landesmissionsfest in Bad Urach ist das erste Missionsfest nach dem Reformationsjubiläum. Die reformatorische Entdeckung, dass wir unser Heil nicht erarbeiten müssen, sondern von Gott beschenkt sind, ist auch 500 Jahre später alles andere als selbstverständlich. Von klein auf lehrt uns das Leben, dass Leistung zählt. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass wir als reformatorische Christinnen und Christen Orte und Zeiträume schaffen, wo wir unser Beschenktsein neu wahrnehmen und feiern können. Das Stift in Urach mit der Amanduskirche ist ein guter Ort, sich beschenken zu lassen.

Gesandt
Die reformatorische Entdeckung vom Beschenktsein können wir nur deshalb feiern, weil Martin Luther seine Entdeckung nicht für sich behalten hat. Er hat sie für alle lesbar an die Kirchentür genagelt, hat von ihr auf öffentlichen Plätzen und in Kirchen gepredigt, hat Kirchenleute und Professoren, Politiker und Herrscher zur Diskussion darüber gebracht und an Schulen darüber unterrichtet. Ich wünsche mir, dass das Landesmissionsfest in Bad Urach ein Ort sein kann, in dem neu darüber nachgedacht wird, wohin und mit welchen Mitteln wir uns senden lassen sollen.

Lernbereit
Vertreterinnen und Vertreter der Württembergischen Landeskirche wurden anlässlich des Reformationsjubiläums nach Wittenberg gesandt. Dort haben sie in der Württemberger Halle viel gelernt. Im Abschlussbericht steht: »Die Kirche der Zukunft geht dahin, wo die Menschen sind … und zieht sich nicht hinter ihre eigenen Mauern … zurück. Kirchliche Arbeit ist fruchtbar, wenn sie gastfreundlich und dialogisch ist, und zwar im Geist und nicht nur in der Form.« Ich wünsche uns auf dem Landesmissionsfest die Offenheit, Neues zu lernen.

Weltweit
Von der Reformation herkommen, heißt immer auch, über sie hinausgehen. Gottes Geschenk, das Evangelium, ist kein Privileg nur für uns,
sondern ist eine weltweite Gabe für alle Völker und Kulturen. Davon waren die Basler Missio­nare schon vor 200 Jahren überzeugt.
Seither hat sich eine weltweite Gemeinschaft ausgebreitet, die das Beschenktsein in ganz verschiedenen Facetten zum Ausdruck bringt.
Wir sind füreinander da und feiern miteinander.



Mit den Worten aus 2. Korinther 3,17:
»Wo der Geist ist, da ist Freiheit«,
wünsche ich Ihnen die Freude der Beschenkten und feierliche Stunden mit Gästen aus der weltweiten Christenheit.

Ihr Dr. h. c. Frank Otfried July
Landesbischof der Evangelischen

Evangelische Landeskirche in Württemberg



Grußwort des Veranstalters



Porträt


Mit diesen Worten laden wir Sie herzlich zum Landesmissionsfest 2018 nach Bad Urach ein.

Im und rund um das Stift Urach finden Gottesdienste, Seminare, Musikevents, der Missionsmarkt und die »Open-Air-Podiumsdiskussion« statt. Dieses Umfeld lädt uns dazu ein, darüber nachzudenken, wie das Evangelium schon im 15. Jahrhundert nach Württemberg und insbesondere nach Urach gekommen ist.
Der Württemberger Graf Eberhard im Bart war lernbereit und wollte, dass seine Untertanen es auch sein sollten. Eine Schule und ein Krankenhaus wurden eingerichtet, eine Sozial- und Altersversorgung eingeführt. In Gottesdiensten und durch christliche Unterweisung wurden nachhaltig Werte und Normen vermittelt, die der Region zu geistlichem, sozialem und wirtschaftlichem Aufschwung verholfen haben.
Verantwortlich für diese Veränderungen waren maßgeblich die »Brüder vom gemein­samen Leben«, eine Reformbruderschaft aus den Niederlanden. Der Württembergische Graf hatte schon damals eine über das Ländle hinaus gerichtete Sicht. Er war in gewisser Weise weltweit unterwegs, als er 1477 einer Reformbewegung aus dem Ausland den Auftrag gab, das Schul- und Mesneramt in Urach zu übernehmen.

Das Stift Urach geht letztlich auf engagierte Leute zurück, die von ihrem Orden gesandt wurden. Sie ließen sich in eine unterent­wickelte Region schicken, damit ihr Glaube dort Gestalt gewinnen kann. Von Urach aus wurden sie in andere Orte des Landes ausgesandt. Dadurch wurde eine ganze Region, sogar ganz Württemberg beschenkt.
Das Landesmissionsfest in Bad Urach gibt uns Gelegenheit zu lernen, wohin wir gesandt sind. Die Missionswerke zeigen uns Aufgabengebiete – weltweit und gleichzeitig vor der Haustür. Und wir werden genügend Zeit zum Feiern finden. Denn unser himmlischer Vater hat uns unendlich beschenkt.

Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch (Joh 20, 21).



Kirchenrat Dr. Andreas Kümmerle
Württembergische Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Weltmission

Dekan Michael Karwounopoulos
Kirchenbezirk Bad Urach-Münsingen

Dekan Norbert Braun